Martin Usborne - Where Hunting Dogs Rest

Martin Usborne
Where Hunting Dogs Rest


Dog.Human.Walk - Tierschutzprojekte - Martin Usborne - Where Hunting Dogs Rest

Dieses wundervolle Foto-Projekt von Martin Usborne fand ich, als ich zu dem Thema "Galgos und Podencos in Spanien" im Internet recherchierte. Später hatte auch das Hundemagazin "Dogs" in seiner Ausgabe Sept/Okt 2015 über Martin Usborne berichtet und sein Projekt vorgestellt.

Vor vielen Jahren jagten die Greyhounds mit den spanischen Jägern (Galgueros) in den Wintern wilde Tiere. Im 17. Jahrhundert assoziierte man diese Hunde mit dem Wohlstand, sie waren durch das Gesetz geschützt und hatten ein gutes Leben. Es wird angenommen, dass die Galgos von den Arabern nach Spanien mitgebracht wurden. Ihren Ursprung hatten sie wohl bei den Sloughis, ein in Nordafrika beheimateter Windhund. In ihren Ursprungsländern wurden diese Tiere hoch verehrt, vergleichbar mit dem Saluki, einem nahen Verwandten der Galgos, die nur von Scheichs gehalten werden durften. Es war eine große Ehre, wenn ein Gast einen solchen Hund als Geschenk erhielt. Diese Tradition wurde von den Spaniern übernommen. Doch eines Tages erlebten diese wunderschönen Hunde einen gnadenlosen Fall.

Dieser begann wohl damit, dass gestohlene Galgos & Podencos nun auch in den ärmeren Schichten gezüchtet wurden. Somit war es nur noch eine Frage der Zeit, wann diese Hunde ihren Status verloren.

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Bis zu 100.000 Hunde jährlich werden zum Ende einer Saison (Ende Februar) ausgesetzt oder getötet, weil sie entweder zu alt oder zu langsam für die Jägerei sind. Sie sind nicht brauchbar und werden ohne zu Zögern einfach entsorgt.

Es sollte noch erwähnt werden, dass diese Hunde oftmals in Stallungen in einem großen Rudel gehalten werden, und damit sie auch wirklich gewillt sind zu jagen, bekommen sie kaum etwas zu Fressen.

Ein Hund, der zum Jagen nicht taugt, wird aussortiert. Wenngleich sie vor vielen Jahren als Statussymbol galten, sind aussortierte Hunde in den Augen der Jäger nichts wert und werden zum Abfallprodukt.

Als ob das nicht ausreicht, dass sie ausgesetzt oder getötet werden, werden sie stattdessen misshandelt und zum Sterben auf Feldern liegen gelassen oder gar an Bäumen "erhängt". "Klavierspielen" (tocar el piano) genannt, weil sie nur so weit mit dem Seil am Baum hochgezogen werden, dass ihre Hinterpfoten noch so gerade den Boden berühren und sie hilflos mit den Vorderpfoten in der Luft rudern. Ein makraber Brauch, der noch heute fröhlich von den Jägern praktiziert wird. Gleiches gilt auch für die Podencos. Eine Chance auf Überleben haben sie nur, wenn sie von liebevollen Menschen oder von Tierschützern gefunden werden. Und dies ist wirklich nicht übertrieben.

Es gibt sogar einen Wald, in denen es üblich ist, dort die Hunde zu erhängen. Das Bild ist kaum vorstellbar und nicht zu ertragen. Auch in Spanien gibt es leider die Tötngsstationen, in denen nach einer Frist, die Hunde getötet werden, finden sich keine Adoptanten.

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Der Fotograf Martin Usborne hat diese wunderschönen und edel anmutigen Hunde so zusagen neu in Szene gesetzt. Seine Fotos sind so aussagekräftig; geben den Sanftmut dieser Seelen wider, zeigen die Verletzlichkeit, aber auch den Stolz, die Kraft und die Schönheit dieser besonderen Hunde.

Wer einen solchen Hund als seinen Wegbegleiter nennt, weiß, wovon hier die Rede ist. Mein eigener Hund ist ein Podenco-Mix und kommt ursprünglich aus Malaga.

Martin Usborne hat all seine Fotos in einem Buch zusammengefasst und trägt somit dazu bei, dass Galgos und Podencos so zusagen ihre Ehre und Würde zurückerhalten. Diese Hunde haben einen wunderbaren Charakter und ich finde es toll, dass sein Buch Teil von vielen Tierschutzprojekten für die spanischen Hunde ist und somit auf das Leid hinweist. Er hat gerettete Hunde fotografiert.

Ich möchte gerne sein Buch empfehlen. Ich habe es mir gekauft.

Herzlichen Dank an Martin Usborne, dass ich sein Projekt hier vorstellen darf!

For many centuries hunters in rural Spain have used dogs, often greyhounds, to hunt wild animals across the winter landscape. In the 17th century these dogs were associated with nobility, protected by law and appearing in noblemens’ wills. But these dogs have had a dramatic fall from grace. Nowadays, at the end of the each hunting season in February, it is estimated that up to 100,000 dogs are abandoned or killed, considered too old or too slow for the next season.

Most dogs are left by the sides of the road or picked up by government ‘killing stations’ but some are punished for poor performance by being hung from trees or thrown down wells alive.

This series does not look directly at the pain. The photographs show rescued dogs alongside the landscapes in which they are abandoned in a way that is inspired by the painter Velazquez who worked in the same area in which these images were taken and at a time when these dogs were still considered noble.

‘Where Hunting Dogs Rest’: the project shows dogs that have found rest in the rescue centres and also the locations where other, less fortunate dogs have found a different kind of rest in the heart of the Spanish landscape.

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URL (Projekt)
http://martinusborne.com/spanish-hunting-dogs/

URL (Buch)
http://martinusborne.com/where-hunting-dogs-rest/

Kontakt
Martin Usborne

Telefon:
UK + 44 (0) 7747 607930

Email:
studio@martinusborne.com

facebook
https://www.facebook.com/martinusbornephotography

twitter
https://twitter.com/MartinUsborne
 

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